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13.03.2026 Kategorie: Bez1: Bornhausen, Mechtshausen-Bilderlahe, Pfa

„Alles neu?“

Konfirmanden diskutieren über Krieg, Mobbing und Neuanfänge

STAUFFENBURG. Kerzenschein flackert über einer festlich gedeckten Tafel. Zehn Jugendliche sitzen andächtig da, jede und jeder mit einem selbst gewählten Bibelspruch, der zum Konfirmationsspruch werden soll. Im Ruferhaus in Stauffenburg wurde an diesem Abend nicht nur gegessen, sondern ein wichtiger Schritt in das Glaubens(er-)leben gefeiert: für viele das erste Abendmahl. „Ein besonderer Moment, der in Erinnerung bleibt“, so eine Konfirmandin.

Dies ist nur einer von vielen intensiven Augenblicken, die die zehn Jugendlichen aus Bornhausen, Bilderlahe, Mechtshausen, Herrhausen und Ildehausen zusammen mit Pfarrer Thorsten Wünsche und einem engagierten Team an diesem Wochenende erlebt haben.

Unter der Jahreslosung „Siehe, ich mache alles neu!“ setzten sich die Jungen und Mädchen intensiv mit der Frage auseinander: Was in meinem Leben darf bleiben – und was braucht einen Neuanfang? In kreativen Arbeitsphasen, Diskussionsrunden und stiller Einzelarbeit wurde nachgedacht, hinterfragt und diskutiert.

Während Schule oder manche Beziehungen vielleicht nur ein „Upcycling“ vertragen könnten, sind sich die Jugendlichen bei anderen Themen einig: Krieg und Mobbing gehören nicht erneuert, sondern abgeschafft. „Mir ist klargeworden, was ich im Leben habe und dass ich das viel öfter schätzen sollte“, resümiert ein Teilnehmer. Ein anderer sagt: „Es fühlt sich an wie ein Aufruf an alle, die etwas ändern wollen.“

Mit diesen Gedanken und ihrem gewählten Konfirmationsspruch im Kopf und Herzen gestalteten die Jugendlichen jeweils eine eigene Zaunlatte. Mit viel Kreativität entstanden persönliche Kunstwerke – sichtbare Zeichen ihrer Überlegungen zu Veränderung und Neuanfang.

Was es mit den gestalteten Zaunlatten auf sich hat und warum das Pfarrhaus nicht „alle Latten am Zaun hat“, erfahren alle Interessierten am Sonntag, 15. März um 11 Uhr in der St. Catharina-Kirche Bornhausen – beim Vorstellungsgottesdienst, den die Jugendlichen selbst vorbereitet haben.

Am Ende des Wochenendes sind sich alle einig: Vieles im Leben ist gut, wie es ist. Doch manches braucht Mut zur Veränderung – und genau diesen Mut haben die Jugendlichen an diesem Wochenende eindrucksvoll gezeigt.

Freudig und zufrieden präsentierten alle Konfirmandinnen und Konfirmanden samt Team ihre selbst gestalteten Zaunlatten.

Der Morgen begann mit Bewegung …

… und Genuss bei einer Yogaretten-Andacht

Ob durch robustes Handwerken oder …

filigrane Zeichenarbeit – es entstanden kleine, aber ausdrucksstarke Kunstwerke. (Fotos: Marie Brackmann)

Beitrag von Natascha Rothe